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Gedanken zur Jahreslosung 2017

Veröffentlicht: Dienstag, 03. Januar 2017

Gott spricht: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ (Hesekiel 36,26). Dieser Vers wird in diesem Jahr 2017 in vielen Gottesdiensten erwähnt, gesungen und gepredigt werden. Viele Kirchen und Freikirchen nehmen diese sogenannte Jahreslosung als ihren persönlichen Startschuss in das neue Jahr. Ich denke, dass dieser Vers ein gelungener Startschuss ist. Gott beschenkt uns mit Neuem. Er will uns ein neues Herz geben und einen neuen Geist. Für mich bedeutet das, dass er Veränderung schaffen möchte. Gott möchte mein Herz verändern und mir eine neue geistliche Haltung gegenüber Dingen, Personen oder auch mir selber, geben. Aber momentmal. Will ich das eigentlich? Möchte ich verändert werden?

Denn Veränderung tut auch weh. Sie fordert ein Umdenken und das eingestehen, dass das was ich zur Zeit lebe, in Gottes Augen nicht richtig ist und Vergebung und Erneuerung braucht. Wenn Gott mich mit einem neuen Herzen und einem neuen Geist beschenkt, dann beginne ich beispielsweise den aus meiner Sicht "komischen" Nachbarn mit Gottes Augen zu sehen. Plötzlich erkenne ich diesen Menschen als Gottes Geschöpf und nicht mehr als meinen Gegner. Wenn Gott meine Herz verändert und er seinen Geist in mich hineingibt, dann hört der Lebensstil der Resignation auf. Plötzlich keimt Hoffnung in mir auf. Ich beginne zu glauben, das etwas unmögliches geschehen kann. Ich halte fest an dieser Hoffnung und an Gott und bekomme eine neue Sicht auf meine Probleme. Wenn Gott mich mit einem neuen Herzen und einem neuen Geist beschenkt, dann beginne ich, mich mit anderen Augen zu sehen. Plötzlich bin ich nicht mehr der Untalentierte, Unbrauchbare oder Übersehene. Der Lebensstil des Selbstmitleides hört auf. Ich bin ein Kind Gottes, geliebt, wertgeschätzt, brauchbar mit einmaligen Gaben ausgestattet und ganz persönlich vom Vater im Himmel beschützt. Wenn Gott mich verändert, mein Herz, meine Haltung und sein Geist mein Leben beginnt zu prägen, dann keimt Neues, Schönes in mir auf. Wie wäre es, wenn du dich darauf einlässt?

B. Gies, Pastor