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O du fröhliche…

Ach wie wäre das schön! Fröhlich sein. Angesichts einiger Ereignisse die sich auf dieser Welt abspielen, ist Freude eher ein Wunschtraum und unrealistisch. Und vielleicht erlebst du gerade ganz persönlich eine Zeit, in der es dir gar nicht fröhlich zumute ist. Da kommt die Weihnachtszeit genau im falschen Moment. Oder?

Wenn man an das berühmte Lied „O du fröhliche“ denkt, und daran, unter welchen Umständen es entstand, dann macht dies Mut, Freude trotz negativer Umstände zu erwarten. Dieses Lied entstand 1816 und wurde von Johannes Falk komponiert. Johannes und Caroline Falk waren ein Ehepaar, die zeit ihres Lebens mehr als 500 Kindern ein zu Hause boten. Es waren Kinder aus verwahrlosten Situationen, Waisen, arme Kinder, die keine Chance hatten in der damaligen Gesellschaft zu überleben. Es war nicht selbstverständlich, dass jeder ein Anspruch auf ein Lebenswertes Leben hatte, aufgefangen in einem sozialen Netz und versorgt mit dem Nötigsten.Es brauchte Menschen wie „Mutter und Vater Falk“, die sich armer Kinder annahmen. Sie waren selber keine reichen Menschen. Das Weihnachtsfest, an dem das Lied „O du fröhliche entstand“, war eines, das von besonderer Armut im Hause Falk geprägt war. Um so erstaunlicher ist der Text „o du fröhliche…“. Was ermutigte Johannes Falk, ein solches Lied mit einem solchen Inhalt zu schreiben? Der Text macht es deutlich: „Welt ging verloren, Christ ist geboren“. In die Verlorenheit der Welt, in den Ärger, in den Streit, in die Ungerechtigkeit, in die Armut, in das ausgegrenzt sein, kommt Christus hinein. In der Bibel sagt Jesus selbst über sich: „Ich bin das Licht der Welt…“ (Johannesevangelium 8,12)

Johannes und Caroline Falk haben dies für sich erlebt: Weihnachten ist mehr als Geschenke und glückliche, heile Familie und jeden Wunsch erfüllen können. Weihnachten bedeutete für sie: Jesus ist auf diese Welt gekommen, ist zu mir ganz persönlich gekommen und gibt meinem Leben einen Reichtum den mir kein Geld der Welt geben kann. Und wenn dieses Licht mich anstrahlt und beginnt in mir zu leuchten, dann beginne ich fröhlich zu werden, weil Jesus in meinem unperfekten und oft unharmonischen Leben gegenwärtig ist.

Wir wünschen dir ein gesegnetes und erfahrbares Weihnachtsfest!